ali aslan gümüsay

University of Oxford II: Bewerbung

Dies ist der zweite Teil von fünf kurzen Blogposts zur University of Oxford:

I   Oktober 2011: Einleitung: Zwischen Tradition & Moderne
II  Mai 2012: Bewerbung
III Juni 2012: Akademia
IV Juli 2012: Oxonians
V  August 2012: Oxford & Islam

// Vielfalt

Fast alles, was man sich vorstellen kann, wird hier irgendwo gelehrt und erforscht. Die Universität ist eine dezentrale Institution komplexer, teils unübersichtlicher Vielfalt. Mit dem Thema Klimaschutz, zum Beispiel, befassen sich Akademiker in den Fakultäten der Biologie, Chemie, Geographie, VWL, BWL und noch einigen anderen. Eine intensive und breitgestreute Suche nach Kursen, Betreuern und offenen Stellen lohnt sich also.

Die Kurse:
http://www.ox.ac.uk/admissions/undergraduate_courses/courses/index.html
&
http://www.ox.ac.uk/admissions/postgraduate_courses/course_guide/courses_az.html

Die 4 Divisions:
http://www.ox.ac.uk/divisions/index.html

// Das College

Beworben wird sich im Undergraduate-Bereich direkt bei einem College via UCAS, im postgraduate Bereich an der Fakultät. Im letzteren Fall kann man sich nach Zusage für ein College bewerben. Viele Bachelorstudierende haben ihre Tutorien an den jeweiligen Colleges, die miteinander zu einem gewissen Grade konkurrieren (siehe Norrington Table). Die einzelnen Colleges haben ihre eigene Kultur, Unterkünfte, Stipendien und bilden eine eigene Gemeinschaft mit vielen Traditionen und Aktivitäten. Daher ist es ratsam, sich mit den unterschiedlichen Colleges vertraut zu machen. Bekannte Colleges sind z.B. Balliol, Christ Church, Merton, Magdalen und St John’s. Letztendlich hat jedes College seinen eigenen, besonderen Charakter. Einige Colleges, genauer Green Templeton, Kellogg, Linacre, Nuffield, St Antony’s, St Cross und Wolfson, nehmen nur Postgraduate-Studierende auf.

// Stipendien

Es gibt eine Vielzahl von Stipendien von der Universität, den Fakultäten, den Colleges sowie externen Anbietern speziell für Oxford. Für die meisten ist die Deadline Januar oder gar früher, für Undergraduates generell der 15. Oktober. Auch fördern der DAAD sowie deutsche Stiftungen wie die Stiftung der Deutschen Wirtschaft ein einjähriges und zum Teil auch komplettes Auslandsstudium.

Vielfältige, informelle Diskussionen rundum die University of Oxford finden im thestudenroom Forum statt.

Fazit 1: Gibt es nicht, gibt es nicht.
Fazit 2: Doppelt schauen, lohnt sich.
Fazit 3: Entdecke die vielen, zT verborgenen Möglichkeiten (der finanziellen Förderung).

Nachtrag: Das Oxford Interview.

Peace at Home, Peace in the World

Turkey is a rising global power, but it is still discovering its own identity. Article in the Oxonian Globalist.

Interview mit The European

Vielen lieben Dank für die netten Nachrichten, Kommentare & Tweets via Email, Facebook & Twitter. Much appreciated!

Firm Knowledge & Fluid Boundaries

// Practical Wisdom for Management from the Islamic Tradition

The European Academy for Business in Society (EABIS) in partnership with Yale organised a couple of conferences on practical wisdom for management from religious, spiritual and philosophical traditions. I attended the conference at Al Akhawayn University in Ifrane, Morocco, on practical wisdom for management from the Islamic tradition.

The conference was filled with fascinating insights into current research projects. Prof. Rafik Beekun, for example, presented on “Muhammad as CEO” and Prof. Muqtedar Khan on “Islamic Mystical Concepts for Governance and Management of Multicultural Institutions in the Age of Globalization”. More here.

// Ego, body & soul

I presented on knowledge and boundaries in a Sufi Dhikr Circle. The purpose was to infer “wisdom” from the Islamic tradition on knowledge transfer and organizational boundaries for organizational theory and practice.

As a participant observer I sought a deep immersion into a Sufi Dhikr Circle to conceptualize how firstly the organisation transfers and stores knowledge and secondly how boundaries through de-facto membership, identity and sense-making are enacted. The Circle had a socialized establishment of knowledge through collective, relational and personal knowledge transfer processes employing comprehensively all senses. And the fluidity of intra- and inter organizational boundaries allowed for flexibility as well as wider and stronger identification. The presentation can be found here.

// From “different practice” to “common practice” to “best practice”

I believe there to be considerable wisdom for management from traditions which are not much shaped by the mainstream organizational discourse. It provides insights into one organization which is not considered “best practice” but rather conceptualized as “different practice”. The observation of “different practice” consequently enables a critical reflection of “common practice” potentially leading to a new “best practice”.

Gemeinschaft & Gesellschaft

Zur 200. Ausgabe der Islamischen Zeitung gratuliert Zahnräder.

In einer Gemeinschaft sollte man einander kennen, einander helfen und gemeinsam Gutes schaffen. Doch wir leben in unseren Städten und Dörfern, Ländern und Staaten häufig aneinander vorbei. Wie können wir ein neues Miteinander schaffen, um an der Gestaltung unserer Gesellschaft mitwirken zu können?

Eine Lösung könnte ein Zweiphasenmodell sein. In der Theorie heißt das auf der Mikro-Ebene: Wenn man jemanden trifft, soll man sich zweimal drei Fragen stellen. Erstens: Wer bin ich, wer ist mein Gegenüber und wer sind wir gemeinsam? Diese Fragen sollen dabei helfen, die Situation zu verstehen. Zweitens: Wie kann ich meinem Gegenüber helfen, wie kann er meinem Netzwerk helfen, und wie kann der Gegenüber mir helfen?

// Wissen ist kein Nullsummenspiel

Das kann jeder für sich praktizieren.  Wir müssen lernen, bewusst aktiv zu helfen. Miteinander. Füreinander. Denn Wissen ist kein Nullsummenspiel. Ganz im Gegenteil.  Häufig ist bestimmtes Wissen in der Gemeinschaft nur bei einigen Wenigen vorhanden. Doch durch stetigen Wissenstransfer können alle profitieren und damit das Gemeinschaftspotential anheben und wahrnehmen.

Auf der Makro-Ebene brauchen wir hierfür institutionalisierte Netzwerke, Kommunikations- und Austauschmöglichkeiten. Sie dienen als Gerüst, durch das sich „Changemakers“  kennenlernen, Ideen und Visionen austauschen und Projekte entwickeln können. Solche Netzwerke bieten eine Professionalisierung und Stärkung des Engagements auf der Mikro-Ebene an. So kann eine Gemeinschaft an der Gesellschaft mitwirken.

// Zahnräder – Ein sozialer Inkubator

Zahnräder ist ein solches institutionalisiertes Netzwerk. Eine lebenswerte, chancengerechte und zukunftsfähige Gesellschaft braucht Akteure, also Engagierte, welche diese mitgestalten. Zahnräder sucht Leidenschaft und bietet eine Plattform, durch die Human-, Sozial-, Finanz-, und Kulturkapital erworben werden kann. Zahnräder ist eine Organisation von Muslimen für die Gesellschaft. Als sozialer Inkubator ermutigen und ermöglichen wir, leidenschaftlich und sozial nachhaltig die Gesellschaft zu verändern. Extern wie intern ist Zahnräder eine Plattform des Weiterentwickelns. Indem man gibt, bekommt man.  Zahnräder wandelt individuelle Energie in kollektive Bewegung um, um so die Gemeinschaft und Gesellschaft nachhaltig zu verändern.

// Dankeschön

Wir von Zahnräder gratulieren der Islamischen Zeitung an dieser Stelle zu ihrer 200. Ausgabe. Die IZ leistet monatlich in Druckform und täglich digital als Medium des Austausches und Wissenstransfers einen unschätzbar wertvollen Beitrag in der Gestaltung von Gemeinschaft und Gesellschaft. Vielen Dank!

Think Tank 30, Club of Rome

// Nachhaltiger Wandel

Der think tank 30 des Club of Rome ist ein interdisziplinäres Netzwerk von 30 Leuten um die 30, welcher sich mit den verschiedenen Facetten rundum das Thema Nachhaltigkeit befasst. Der TT30 wurde 2004 gegründet. Sein Ziel ist es, an den gesellschaftlichen Debatten mitzuwirken und die Zukunft mitzugestalten. Nachhaltig.

// TT30 in der Praxis

Wir treffen uns zweimal im Jahr. Die letzten beiden Treffen waren im Juni zum Thema „Vom Wissen zum Handeln“  und im November zu „Soziale Teilhabe“. Ganzjährlich befassen sich Projektgruppen mit den Themen Zukunftsverantwortung und ökologische, soziale sowie ökonomische Nachhaltigkeit. So arbeitet ein Team zurzeit daran, die sieben antiken Tugenden auf die Gegenwart zu beziehen. Bei der Tugend Weisheit gehen wir z.B. auf Fragen rundum nachhaltige Bildung wie Bildungsgerechtigkeit und Bildungsvielfalt ein. Auch bietet der TT30 einen Referentenpool an.

// Bis zum 31.01.2012 bewerben

Der TT30 nimmt zu Beginn des Jahres neue Mitglieder auf. Bewerben kann man sich bis zum 31.01.2012 mit CV und Motivationsschreiben, in dem insbesondere auf die folgenden drei Fragen eingegangen werden sollte:

  • Welche gesellschaftlich relevante Themen beschäftigen Dich zur Zeit?
  • Hast Du Dich zu diesen Themen bereits engagiert? In welcher Form?
  • Was interessiert Dich am Think Tank? Wie möchtest Du Dich in diesen einbringen?

A few thoughts on Twitter

I have been on twitter for two months and a few days. Who would have thought that constraining people exchanging thoughts to 140 characters would become such a successful business model? Twitter was founded less than six years ago. And what comes next? Up to 14 seconds’ videos or 140 pixel pictures?

// information, knowledge, wisdom

In a time of increasing information where knowledge competes with information, we need mechanisms to strive for knowledge and wisdom. Or to speak with Eliot: “Where is the wisdom we have lost in knowledge? Where is the knowledge we have lost in information?” Twitter constraints the number of characters but neither the number of posts nor the number of people we follow –  nor, of course, the time spent on Twitter. We may still end up in a net of over-information. Yes, tweeted information is now edited and concise, but it often becomes merely subdivided and two tweets substitute one other message somewhere hidden amongst other tweets.

// being an architect. 

What is fascinating is that we became to some extent the architect of our own information channels. We choose who to follow. This brings some freedom of information as well as flexibility to create our own information. Each of us has his customized newspaper and news channel. The media, the fourth power, in the hand of the people? Not quite, yet social media is powerful.

This new power brings responsibility which a society needs to reflect upon on a macro level: Are we well equipped to be the engineers of our own information streams? How do we educate ourselves to be prepared for the challenge to act as our own architects and the architects of our own surroundings? And what do these information structures make of us? Who creates these structures? And why?

// the strange

On a micro level, we need to constantly review our own thoughts as well as the structures we create around ourselves which shape these thoughts. We should look out for the non-obvious, the strange. So my advice: follow the strange from time to time, be shocked by what is out there outside our own comfort zone, in order to reflect on this comfortable turf we create around ourselves and in which explanation appears sometimes so simple. Let’s shake up our information syllabus and break out of  our very own information channels.

Social Incubator for Social Entrepreneurship

// New core team

This month the new core team, a fascinating group of people from various socio-cultural, regional and academic backgrounds, will continue what its predecessor has started. Zahnräder is almost two years old and over sixty people actively engage in the network’s organisation in various working and functional groups. Its mission can be conceptualized as a social incubator providing human, social, financial and cultural capital to social entrepreneurs. It is an enabling and encouraging platform acting as an uncle-doctor (or aunt) substitution system. More here.

// Energy -> movement -> social innovation

Zahnräder transforms individual energy into collective movement. Together, the Räder – wheels or gears – create change in and for society. The Zahnräder Network attempts to encourage as well as enable efficient and effective interaction by equipping its participants with knowledge to fish rather than the fish itself. And it provides a place – on- and offline – for structured interaction to contribute to a socially sustainable, innovative and multifaceted society.

Turkey in the world – between continuity & change

Just returned from a talk by the current Turkish Ambassador to the UK. The event was under Chatham House Rules, hence I will not be able to report from it. But I will use this and previous events in the last couple of weeks as an anchor for some reflections on Turkish Foreign Policy.

// A rising power…

Last week Davutoglu, Babacan, Boris Johnson and Jack Straw gave some interesting speeches at a dinner in London. The overall tone was clear: Turkey is a rising regional if not global power. It is the 16th biggest economy in the world with phenomenal stable growth figures currently approximately at around 8% per annum. Erdogan is a leader empowered with all three Weberian forms of authority, namely traditional, rational-legal and charismatic. And Davutoglu is a professor who can and successfully puts into practice his academic foreign policy theory.

// …in the making

Now, not everything is rosy. Turkey still faces various internal struggles and has not zero problems with all its neighbours. It needs the growth to employ its phenomenally young labour force. And it is still in a process of finding its own identity with regard to its own history internally and vis-à-vis its neighbours externally.

// …in the middle

Yet, with a political and economic crisis in Europe, an uprising in the MENA region and a strengthening of the East, Turkey has a unique role. It is not only geographically but also in many ways culturally at the crossroads, right in the middle – and that so from the very beginning, whether that is through its Hellenistic, Roman-Byzantine, Seljukian or Ottoman heritage, to name a few. In a time where extremes merge, one might want to look to Turkey to perceive an experiment of a global melting pot – not through migration, but through its position in time and place.

// Whither to go

At the event last week, Jack Straw said that Turkey is now recognized as equal, which ipso facto implies it was not before. Europe’s policies are or at least should take this into considerations. Turkey may end up at the wrong side of the balance sheet and become a liability to an increasingly introverted Europe, rather than an asset. Meanwhile Turkey’s diaspora builds various cultural, social and economic institutions around the world. Turkey’s new ministry reaches out to them at events like the one just a couple of weeks ago in Berlin celebrating 50 years since the beginning of the guestworker agreement. And next weekend a global entrepreneurship summit takes place in Istanbul, as a follow-up to the one intitiated by Obama.

Turkey’s role is changing. And this is not only due to its current politico-economic strength but rather a simple stock market like calculation. A company thereby is valued as the sum of its discounted future cash flow. A rising Turkey will become more influential in the future and by that very fact becomes increasingly influential in the present. And this is enacted in practice. Fascinating.

This post was also published by “Politics in Spires” here.

The Boston Consulting Group – a green experience

// Damals – a long time ago

Some years ago before I started at BCG full-time, I was Visiting Associate in Munich focusing on sustainability and on how to capture the green advantage for consumer companies. The report I was involved in was published a couple of months later.

Für Perspektive Unternehmensberatung schrieb ich damals einen Erfahrungsbericht. Angenehmes Lesen:

// Davor – Drei Gespräche

24 Stunden. So lange dauerte es, bis ich eine Antwort auf mein Anschreiben mit Lebenslauf und Online-Fragebogen erhielt. Einen Monat später flog ich nach München zum Auswahltag. Drei Interviews lagen vor mir in einem der größten Büros der Boston Consulting Group weltweit. Das erste Gespräch hatte ich mit einem Projektleiter. Darauf folgte ein Interview auf Englisch mit einem französischen Consultant, das letzte war wieder auf Deutsch. Etwa 20 Minuten sprachen wir über mich und die Welt, in der restlichen Zeit behandelten wir jeweils einen Case. Zum Beispiel sollte ich abschätzen, wie hoch der Umsatz eines bestimmten neuartigen Produkts sein könnte. Abends kam schon die Zusage per Anruf.

// Dabei – Excel, PowerPoint und Fußball

Mit einer Führung durchs Haus inklusive kurzer Schulung in der IT begann mein erster Tag als Visiting Associate (VA), wie die Praktikanten bei BCG heißen. Den Laptop, das Handy und die UMTS-Karte in der Tasche, ging es gegen Mittag zu meinem Team. Einen Monat zuvor hatte ich bereits in einem Zwei-Tages-Seminar eine Einführung ins Beraterleben erhalten. Im Grunde aber sollte es ein Learning-on-the-Job sein. Man denkt, handelt, fragt, lernt, denkt weiter, handelt weiter, bis man erneut Hilfe braucht. Das können Stunden oder Tages- oder Wochenintervalle sein. Im Grunde ist es wie im Zen-Kloster. Stellt man dann nur noch die schwierigeren Fragen – und braucht man damit die anderen nicht mehr stellen – wird man so ungefähr alle zwei Jahre befördert. Doch natürlich weiß der Zen-Meister respektive Projektleiter, ob man etwas wirklich verstanden hat oder nur verheimlicht.

Am zweiten Wochenende ging es für mich gleich nach Zürich auf das internationale Fußballturnier von BCG. Da steht man dann mit einem Projektleiter aus Tokio, einem Berater aus Mumbai oder einem Partner aus Frankfurt am Main auf dem Platz. Sogar der CEO von BCG trat kurz auf. Gegen seine Mannschaft verlor unser Team dann auch. Warum wohl?

Zurück in München, erhielt ich meine Visitenkarten. In den acht Wochen sah ich neben dem Münchener Büro auch das Hamburger, Berliner und Düsseldorfer Büro. Jedes Büro hat neben der BCG-typischen Lockerheit auch seine Eigenarten, was sich irgendwie gut mit dem europäischen Motto „Einheit in Vielfalt“ beschreiben lässt. In das Berliner Büro habe ich an einem Freitag hineingeschnuppert. In Hamburg hatte ich mein Abschlussgespräch. In Düsseldorf fand das VA-Dinner statt. Einige Wochen später – genau eine Woche vor Abschluss meines Praktikums – trafen wir dann in Mainz zum VA-Summit zusammen und erfuhren, was man bei BCG sonst so machen kann. BCG organisiert z. B. das Schulprojekt business@school, bei dem Schulklassen u. a. unternehmerisches Denken erlernen.

Tagsüber und manchmal auch bis in die Nacht hinein befasste sich unser Team mit einer Studie. Das Team bestand aus einem Projektleiter, einer Beraterin und einem Berater. Der Projektleiter hatte vor allem eine Art Rahmenfunktion. Er gab einerseits die grobe Linie vor, andererseits arbeitete er am Feinschliff. Die beiden Kollegen und ich agierten ansonsten selbstständig, indem wir teils gemeinsam, teils einzeln Analysen tätigten und die Ergebnisse auswerteten, um diese dann abzustimmen und zu diskutieren.

Meine Hauptaufgabe war es, die Erstellung einer großen Umfrage in neun Ländern zu unterstützen, die Daten auszuwerten und in verschiedene Dokumente einzuarbeiten. Hierzu nutzte ich hauptsächlich die Statistik- und Analyse-Software SPSS, Excel und natürlich PowerPoint für die Präsentation. Das Konsumentenverhalten einer bestimmten Branche wurde analysiert, um zu erkennen, wie Konsumenten denken und handeln. Wir betrachteten und bewerteten aber auch Unternehmen und ihre Tätigkeiten, sodass wir ein umfassendes Bild von Konsument, Produzent und Gesellschaft entwerfen konnten. Mit diesem konnte BCG schon während meiner Zeit als VA, aber insbesondere nach Abschluss der Studie Unternehmen gezielt ansprechen und Verbesserungspotenziale offenlegen. Zwischendurch erstellten wir auch auf Kunden zugeschnittene Dokumente, die sich auf den für das jeweilige Unternehmen infrage kommenden Sektor in den für das Unternehmen interessanten Ländern inklusive den Mitbewerbern fokussierte. So ist es zum Beispiel für Kunden spannend zu sehen, wie die Zahlungsbereitschaft oder Qualitätswahrnehmung von Konsumenten für einzelne Produktkategorien in den jeweiligen Ländern ist.

Abends ging es in die VA-Wohnung. Manchmal schickten wir noch vorher ein paar Daten heraus, die in Slides gegossen werden mussten. So kam es vor, dass ich auf dem Rückweg nach Hause mit der Grafikabteilung in Südafrika telefonierte, erläuterte, was für Slides wir bräuchten, damit wir dann am nächsten Morgen darauf aufbauen konnten. Natürlich gibt es auch in einigen Büros in Deutschland Grafikabteilungen, die sich um die Aufbereitung von Folien kümmern. Auch auf eine Research-Abteilung konnten wir zurückgreifen. Das Intranet war ebenfalls eine gute Quelle, um Informationen zu recherchieren. Die angesprochene Studie war also Basisarbeit, die einerseits Kompetenz aufbaute und andererseits Beratungsbedarf bei Unternehmen offenlegte. Sie war darüber hinaus einfach interessant, zeigte sie mir doch auf, wie Menschen in den unterschiedlichen Ländern „ticken“.

// Danach – Bäume pflanzen

Nach acht Wochen hieß es dann Abschied nehmen. Ich erhielt ein Päckchen per Post und erfuhr, dass ein Baum für mich gepflanzt worden war. Und auch das kommende Fast Forward Meeting – ein Wochenende, zu dem alle eingeladen werden, die nach ihrem Praktikum ein Jobangebot erhalten haben, steht im Zeichen der grünen Natur. Wir Fast Forwardler werden dabei zu Fast Forwaldlern.

Der Artikel findet sich auch bei e-fellows hier. Einen Artikel über meine Zeit als Summer Trainee bei OC&C wurde ein Jahr zuvor ebenfalls in Perspektive Unternehmensberatung veröffentlicht. Der Text ist hier.

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