Hybrid organizing in the face of grand challenges

This CBS BOSarticle appeared on the Copenhagen Business School the Business of Society blog.

Sharing is not always caring

In 2015, thousands of refugees arrived in Europe. A recent paper by Kornberger and colleagues (2017) zooms in on the “Train of Hope”, a civil society organization that organically gained exclusive operational command at Vienna’s main train station during this refugee crisis. The paper is a critical reflection on much of the current sharing economy ‘hype’. In contrast to cases of “collaborative consumption”, where platform companies such as AirBnB or Uber offer (share?) other people’s resources, this is an exemplary case of engagement and sharing without expectations for direct individual return: a sharing of a concern for social well-being. Sharing then becomes caring. …

For the full article please visit the Business of Society blog.

Wir Knowmaden

stifterverband_logoDer Essay “Wir Knowmaden” wurde von dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausgezeichnet. 

„Der Mensch wird frei geboren, und überall liegt er in Ketten“, schrieb der französische Philosoph Rousseau. Er könnte von unserer Bildungslandschaft gesprochen haben. Sie gleicht häufig einem ermüdenden Bildungskorsett statt einem ermündigenden Bildungsgerüst. Knowmaden werden so gefesselt statt entfesselt. Was macht eigentlich unsere Bildung aus uns und wir mit ihr im digitalen Zeitalter? …”

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7 Tugenden Reloaded

Mit unserem Essay sind wir zweiter beim Hohe Luft Schreibwettbewerb geworden. Der Essay ist entsprungen aus dem gleichnamigen Buch “7 Tugenden Reloaded“, welches wir im Rahmen des Think Tank 30 des Club of Rome verfasst haben. Nachfolgend der Ausschnitt, den wir während einer Lesung in Wien vorgetragen haben:

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In einer sich stetig wandelnden Welt, die immer unübersichtlicher wird, immer schneller und getriebener, sehnen sich viele Menschen nach etwas, das bleibt. Wenn nichts mehr sicher scheint, suchen wir nach Halt und Orientierung. Aber wonach suchen? Wonach sich richten?

Seit zwei Jahrtausenden zählt die abendländische Tradition dieselben altbewährten sieben Tugenden: Glaube, Liebe, Hoffnung, Weisheit, Gerechtigkeit, Mut und Mäßigung. In der griechisch-römischen und christlichen Ethik formulieren sie den Maßstab für ein gutes und sinnstiftendes Leben und Zusammenleben; sie ordnen unser Verhalten, unsere Pflichten und Beziehungen, prägen unsere Institutionen. Sie bilden ein Gerüst, das unser Zusammenleben unbemerkt organisiert; weben einen kulturellen Teppich, der unsere Gesellschaft zusammenhält.

Wie können wir die alten Tugenden neu erfinden und Werte neu denken? Uns ist bewusst: Werte sind nicht so einfach in den Alltag übersetzbar, wie es manchmal scheinen mag. Auch Werte bieten nicht immer klare Richtlinien, die uns Konflikte ersparen würden. Wir müssen immer wieder neu gemeinsam bedenken, wie wir diese Werte deuten und verstehen wollen. Und dennoch glauben wir daran, dass sich Werte und Tugenden bei aktuellen Herausforderungen bewähren können. Denn gerade wegen der Hektik des Alltags, gerade wegen der Zwänge des Tagesgeschäfts in Politik und Unternehmen ist ein Wertegerüst, das Halt und Orientierung bietet in einer sich rasch ändernden Welt, umso wichtiger.

11081299_10100774224764774_8625703010645544403_nWir plädieren für mehr Weisheit in der Bildung durch Bildungsgerechtigkeit, Bildungsvielfalt und Bildungsflexibilität. Bildung heute fühlt sich für uns Knowmaden zu häufig eher nach einem einengenden Korsett, als nach einem Schlüssel zu mannigfaltigen Handlungsoptionen an. Deshalb brauchen wir flexiblere und mobilere Bildungspfade, Bildungsabos und Bildungsmodule sowie ein ganzheitliches Bildungsverständnis, welches den Menschen als komplexes Wesen samt Körper, Herz und Verstand betrachtet.

Wir fordern Mäßigung durch Datensparsamkeit beim Daten-Striptease des gläsernen Bürgers und Konsumenten. Ähnlich dem Roman Nineteen eighty-four, nur knapp 30 Jahre später als von Orwell literarisch prognostiziert, leben wir in einer Zeit der Allgegenwart des Datensammelns durch Bonus-Systeme, Online-Tracking und soziale Netzwerke. Wir müssen unsere informationelle Selbstbestimmung stärken und Aufklärung, (Selbst)Zügelung und Boykott fördern und fordern.

Wir sehnen uns nach einer mutigen Zivilgesellschaft, die Verantwortung wahrnimmt durch gemeinsames Engagement und aktive Mitbestimmung. Eine Entwicklung vom Wutbürger zum Mutbürger ist ein Plädoyer für eine aktive Zivilgesellschaft.

Statt Sonntagsreden suchen wir echte Generationengerechtigkeit zwischen Jung und Alt, Gegenwart und Zukunft. Leider gilt: Wer wählt, der zählt. So geben die Alten den Ton in den Institutionen an. Wir brauchen Reformen in unserem Rentensystem und Arbeitsmarkt, müssen die Staatsverschuldung stoppen und unsere Umwelt so behandeln, wie sie es verdient: nachhaltig. Getreu dem indischen Sprichwort: Wir erben die Erde nicht von unseren Vorfahren, wir leihen sie von unseren Kindern aus.

Mit Hoffnung wagen wir uns an die Energiewende. Wir müssen Energieproduktion und Energiekonsum neu und innovativ denken und uns von Uran und fossilen Brennstoffen lösen. Wir brauchen eine Demokratisierung der Energienetze, mehr Ökostrom, ein innovatives Supergrid und eine europäische Ausrichtung in der Energiepolitik.

Der Glaube an unser Wirtschaftssystem ist erschüttert. Bankenkrise, schwarze Schafe und Fehlentscheidungen haben die Entscheidungstragenden in der Wirtschaft in eine tiefe Vertrauenskrise gestürzt. Es herrscht kollektives Unbehagen. Wir träumen von mehr werteorientiertem Handeln und der Kraft des Glaubens als gemeinsame gesellschaftliche Veränderungskraft für soziale Verantwortung.

Zuletzt die Liebe: Die Nächstenliebe als Ausgangspunkt kann uns helfen, die Globalisierung nachhaltig als Chance zu gestalten, die eine weltweite Gemeinschaft von Mitmenschen unterstützt, in der wir globalen Herausforderungen gemeinsam begegnen.

Wir brauchen ein Tugendupdate für das Gute. Nur durch ein starkes Werte-Denken können wir Denkens-Wertes schaffen. Und nur wenn wir die Fragen nach dem Sinn und Unsinn dessen, was wir tun, wie und warum wir es tun, angehen, können wir Tiefenwirkung erzielen und unsere Gesellschaft nachhaltig gestalten. Es geht nicht darum, alte Pfade zu begehen, sondern mit den antiken Tugenden den Pfad in die Zukunft zu bestreiten – hin zu einem guten, tugendhaften, nachhaltigen Leben.

Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Sinnkrise. Es heißt, noch nie sei es den Menschen so gut gegangen wie heute, und doch scheinen wir bis über beide Ohren in Krisen zu stecken. Vielleicht hilft dieser Blick auf die Gegenwart durch das Prisma vergangener Tugenden − für ein wertevolles Handeln in der Zukunft.

Ali Aslan Gümüsay & Katharina Diel-Gligor

Think Tank 30, Club of Rome

// Nachhaltiger Wandel

Der think tank 30 des Club of Rome ist ein interdisziplinäres Netzwerk von 30 Leuten um die 30, welcher sich mit den verschiedenen Facetten rundum das Thema Nachhaltigkeit befasst. Der TT30 wurde 2004 gegründet. Sein Ziel ist es, an den gesellschaftlichen Debatten mitzuwirken und die Zukunft mitzugestalten. Nachhaltig.

// TT30 in der Praxis

Wir treffen uns zweimal im Jahr. Die letzten beiden Treffen waren im Juni zum Thema „Vom Wissen zum Handeln“  und im November zu „Soziale Teilhabe“. Ganzjährlich befassen sich Projektgruppen mit den Themen Zukunftsverantwortung und ökologische, soziale sowie ökonomische Nachhaltigkeit. So arbeitet ein Team zurzeit daran, die sieben antiken Tugenden auf die Gegenwart zu beziehen. Bei der Tugend Weisheit gehen wir z.B. auf Fragen rundum nachhaltige Bildung wie Bildungsgerechtigkeit und Bildungsvielfalt ein. Auch bietet der TT30 einen Referentenpool an.

// Bis Ende Januar bewerben

Der TT30 nimmt zu Beginn des Jahres neue Mitglieder auf. Bewerben kann man sich bis zum 31. Januar mit CV und Motivationsschreiben, in dem insbesondere auf die folgenden drei Fragen eingegangen werden sollte:

  • Welche gesellschaftlich relevante Themen beschäftigen Dich zur Zeit?
  • Hast Du Dich zu diesen Themen bereits engagiert? In welcher Form?
  • Was interessiert Dich am Think Tank? Wie möchtest Du Dich in diesen einbringen?

Social Incubator for Social Entrepreneurship

// New core team

This month the new core team, a fascinating group of people from various socio-cultural, regional and academic backgrounds, will continue what its predecessor has started. Zahnräder is almost two years old and over sixty people actively engage in the network’s organisation in various working and functional groups. Its mission can be conceptualized as a social incubator providing human, social, financial and cultural capital to social entrepreneurs. It is an enabling and encouraging platform acting as an uncle-doctor (or aunt) substitution system. More here.

// Energy -> movement -> social innovation

Zahnräder transforms individual energy into collective movement. Together, the Räder – wheels or gears – create change in and for society. The Zahnräder Network attempts to encourage as well as enable efficient and effective interaction by equipping its participants with knowledge to fish rather than the fish itself. And it provides a place – on- and offline – for structured interaction to contribute to a socially sustainable, innovative and multifaceted society.

networks for social sustainability

I have just published an article on migazin.de about networks and social sustainability. Networks are described as institutionalized platforms which encourage and enable exchange, interaction and all kinds of transfer. These networks can help us striving for social sustainability.

// An “uncle doctor substitute support system”

The socio-economic or ethnic background should not matter in a meritocratic society. But it does. There simply is a huge discrepancy between what is and what should. This is not socially sustainable. Social sustainability is one of the three pillars of sustainability – next to economic and environmental sustainability. It is all about people, planet and profit – though I don’t think profit captures it. But value does not start with a “p”, does it? But let us focus on people in this blogpost.

Networks have to substitute the missing uncle doctor. People from lower social or educational classes simply have a lower density and access to uncle doctors. Uncle doctor (or aunt doctor) hereby stand for a wise person, who can provide advice and help in all kinds of areas. Networks can act as an “uncle doctor substitute support system”.

// Us & between us

We essentially have us and what is between us: We could call us actors or agents and the between us a system or structure. Or in terms of network theory we have nods, connections and relations. Nodes are stations, connections are rails and the relations are trains travelling on rails between certain stations. We are nods connected to each other with certain kinds of relations.

These networks could and should strive for social sustainability. They key is to allow for changemakers and allow changemakers making change happen. Simplified we have two ingredients. Ingredient one: the person, actor, agent or nod: this entity needs to ask himself two questions: How can I help you? And: how can you help my network? Ingredient two: the system, structure or connections and relations. These need to encourage and enable interaction and exchange. Both together create a willingness and an ability to change.

// How to fish?

How does this look practically? As often: it depends. There are many ways to facilitate this. The goal is the creation of ability on the one hand and the usability on the other hand. The Zahnräder Network attempts to encourage as well as enable efficient and effective interaction by equiping its participants with knowledge to fish rather than the fish itself. And it provides a place – on- and offline – for structured interaction. More on Zahnräder in my blogpost for August.

// Shaping society

Ability and usability can be paired and focused on participating in and for a pluralistic and socially sustainable society. Networks can substitute the uncle doctor and contribute to social sustainability. In this society, no one must have the response – but everyone should feel responsable.

Zahnräder Network

// Goals

Zahnräder is an organization from Muslims for society. It is an enabling and encouraging platform which provides human, social and financial capital as well as motivation and credibility. The idea is to facilitate, to teach how to fish, not to give fish. Knowledge of all types is transferred – from tacit to explicit, individual to social, declarative, procedural, causal, conditional, relational to pragmatic knowledge. Similarly networks are built and a tertius iungens orientation (Obstfeld, 2005) of trying to connect people from your network with each other encouraged.

I generally ask people when they meet another person to think about two things:

  1. How can I help this person?
  2. How can this person help people in my network?

This is a mentality shift of always attempting to help everyone around you which I experienced in Oxford from so many of my colleagues. It is a wonderful and helpful way of approaching others. And it benefits Zahnräder, too.

Ability Usability
Internal Human Capital Cultural Capital, Motivation
External Social Capital Financial Capital, Credibility

Zahnräder transforms individual energy into collective movement. Together, the Räder – wheels or gears – create change in and for society. We are functioning thereby as a complement, not a substitute to existing organizations – enabling & encouraging changemakers.

// Structure

Currently, over 60 people are involved in the organization of Zahnräder. Communication is primarily online via skype, basecamp and email. We are organized in a matrix-like organization with functional groups on the horizontal and working groups on the vertical axis. Functional groups are inter alia finance, communication and IT. Working groups are the conference team and ZahnräderX local teams.

// The national conference

The national conference is currently the heart of Zahnräder. Over 100 participants come together – all of them as producers and no one just as a consumer. It is all about sharing: sharing knowledge, sharing your network, sharing what drives you, your goals, your ambitions, your vision. Participants speak about their projects, receive feedback, knowledge. Some join projects they encounter some recommend it to their friends.

// Quo vadis?

We managed to shift from a starting phase to a growth phase. We intend to have over 120 Zahnräder involved in the organization primarily by extending our functional and working groups. The idea is to be sustainable internally and provide sustainable services externally. From October onwards, we are aiming to have a Human Resource and from December onwards an Internal Communication functional group. Also, we plan to establish a Zahnräder think tank.